Das Kirchenjahr

Am 1. Adventssonntag beginnt das neue Kirchenjahr.

Das Kirchenjahr, als Begriff zuerst 1585 bei Johannes Pomarius belegt, ist der Versuch, dem Evangelium eine „kulturelle Gestalt“ zu geben, ein „Haus in der Zeit“ zu bauen. Der Grundbaustein des Kirchenjahres ist der Rhythmus der Siebentagewoche mit dem Höhepunkt des Sonntags – sozusagen der erste, alles übergreifende Kreis. Der zweite Kreis geht vom ältesten christlichen Fest, Ostern, aus (gefeiert am Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühjahr). Der Osterfestkreis beginnt Aschermittwoch und reicht bis Pfingsten und darüber hinaus, da im evangelischen Kirchenjahr auch die Sonntage nach Trinitatis bis zum Ewigkeitssonntag vom Osterdatum bestimmt werden. Den dritten Kreis bilden Weihnachten und Epiphanias mit ihrer Vorbereitungszeit, dem Advent (das Kirchenjahr beginnt jeweils am ersten Advent), und der Folgezeit, den Sonntagen nach Epiphanias, deren Anzahl auch vom Osterdatum abhängig ist.